Zerbst/Anhalt, Sachsen-Anhalt

Zerbst/Anhalt ist eine Stadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld im Land Sachsen-Anhalt. Mit 467,8 km² ist Zerbst die nach Fläche fünftgrößte Gemeinde in Deutschland. Vorgeschichtliche Funde im Gebiet der heutigen Stadt Zerbst weisen auf eine Besiedlung seit dem Ende der Jungsteinzeit (Schnurkeramiker), etwa 3000–2000 v. Chr. Im Zuge der deutschen Ostkolonisation gelangt das unmittelbar ostelbische Gebiet zunächst unter deutsche Verwaltung. In diese Zeit fällt die erste urkundliche Erwähnung des bedeutenden slawischen Verwaltungsbezirks Ciervisti in der Gründungsurkunde des Bistums Brandenburg aus dem Jahr 948. 1008 wurde auch die Burg Zirwisti urkundlich erwähnt. Es entwickelte sich neben der Burg eine Marktsiedlung.
Von 1214 ist die älteste Münze aus Zerbst erhalten. 1307 erwarb Graf Albrecht I. die Stadt und begründete die jahrhundertedauernde Herrschaft der askanischen Grafen von Anhalt-Zerbst. Während des Dreißigjährigen Kriegs kam es zum Niedergang der Stadt. In der Zeit der Napoleonischen Kriege wurde Zerbst von französischen Truppen besetzt - ab 1935 wurde im Rahmen der deutschen Wiederaufrüstung in unmittelbarer Nähe der Stadt ein Militärflugplatz der Luftwaffe angelegt. Im April 1945 wurde Zerbst durch einen amerikanischen Luftangriff zu 80 % zerstört - auch das Das Zerbster Schloss wurde schwer beschädigt und anschließend größtenteils abgetragen. Seit 2005 hat der Förderverein Schloss Zerbst Maßnahmen ergriffen, den noch stehenden Ostflügel mit dem ebenfalls stehengebliebenen Fragment des Corps de Logis dieses bedeutenden Barockbaus wiederherzustellen. Ebenso wurde die ev. Nikolaikirche sowie die Barhtolomäuskirche zerstört, deren Ruinen das Stadtbild bestimmen. Auf dem Marktplatz von Zerbst steht eine 1385 erstmals erwähnte Rolandfigur sowie auf einer Säule die Skulptur der Butterjungfer.

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