Worpswede, Landkreis Osterholz / Niedersachsen; Künstlerkolonie.

Worpswede ist eine mitten im Teufelsmoor gelegene Gemeinde im Landkreis Osterholz in Niedersachsen. Der Ort ist bekannt für die 1889 gegründete Künstlerkolonie Worpswede als Lebens- und Arbeitsgemeinschaft von Künstlern. Während der Zeit des Nationalsozialismus unterstützten ein Teil dieser KünstlerInnen mit ihrem Heimat- und Naturkult. Allen voran Fritz Mackensen, Carl Uphoff und Martha Vogeler (geb. Schröder), die der völkischen Idee huldigten und sich den Nationalsozialisten andienten, während sich politisch Linke wie Heinrich Vogeler und Gustav Regler, der Vogelers Tochter Marie geheiratet hatte, zur Emigration gezwungen sahen. Heinrich Vogeler schloss sich der antifaschistischen Bewegung in Moskau an - nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 wurde er wie viele andere Deutsche unter Zwang evakuiert und kam elend in Kasachstan um. Der Worpweder Künstler Fritz Mackensen war in der Nazi-Zeit ein angesehener Künstler, wurde 1944 von Hitler in die Gottbegnadeten-Liste der wichtigsten Maler aufgenommen, war Vorstandsmitglied im Deutschen Künstlerbund und erhielt noch 1953 das Verdienstkreuz / Steckkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Charakteristisch für Worpswede sind heute die historischen Bauernhöfe, die einst den Ortskern bildeten, die schmalen Kopfsteinpflaster-Straßen und die ungewöhnliche Architektur vieler Häuser, sowie die sechs Museen. Auf einer Fläche von ca. 76 km² leben etwas mehr als 9200 EinwohnerInnen; ca. 300 000 Touristen besuchen Worpswede pro Jahr.

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