Spuren: Die Ästhetik des Widerstands - Peter Weiss.

"Die Ästhetik des Widerstands" ist der Titel eines dreibändigen, um die eintausend Seiten umfassenden Romans von Peter Weiss, der in zehnjähriger Arbeit zwischen 1971 und 1981 entstand. Das Werk stellt den Versuch dar, die historischen und gesellschaftlichen Erfahrungen und die ästhetischen und politischen Erkenntnisse der Arbeiterbewegung in den Jahren des Widerstands gegen den Faschismus zum Leben zu erwecken und weiterzugeben.
Im 2. Band verschlägt es den Erzähler nach der Auflösung der Internationalen Brigaden und dem Zusammenbruch der Spanischen Republik zunächst nach Paris. Wie auch Weiss selbst, emigriert der Protagonist schließlich nach Schweden. Er arbeitet in einer Stockholmer Fabrik (die auf Rüstungsproduktion umgestellte „Separator Fabrik“ – gemeint ist Alfa Laval) und betätigt sich in der illegalen KP. Er lernt den ebenfalls im schwedischen Exil in Lidingö lebenden Bertolt Brecht kennen. Der Erzähler begegnet u.a. auch Rosalinda von Ossietzky, der Tochter Carl von Ossietzkys, deren Schicksal nach ihrer Ankunft in Schweden die zur Schau getragene Neutralitätspolitik Schwedens entlarvt. Das gilt auch für die in diesem Band als weitere Akteurin auftretende Charlotte Bischoff, eine Kommunistin, die den Auftrag der Partei erhält, aus ihrem Exil heimlich wieder nach Deutschland einzureisen, um Kontakt mit dem Widerstand zu suchen.

Das Album enthält 80 Bilder:



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