Peterswaldau / Pieszyce, Polen

Peterswaldau / Pieszyce Stadt im Powiat Dzierżoniowski in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Peterswaldau wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als ein Waldhufendorf angelegt, 1250 erstmals erwähnt und gehörte damals einem Otto von Wilin. Danach war der Ort u. a. ab 1368 im Besitz vom böhmischen König Wenzel, danach einer Familie von Peterswaldau - 1582 war der Ort im Besitz des Sigismund von Peterswaldau. Ab dem 16. Jahrhundert entwickelte sich dort die Weberei. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Peterswaldau an Preußen. Von wirtschaftlicher Bedeutung war weiterhin vor allem die Baumwollverarbeitung. Für das Jahr 1828 sind 560 Spinner und 280 Weber belegt. 1840 gab es 670 Baumwoll-, 58 Woll-, acht Leinwand- und 45 andere Webstühle. Da die Weber unter beklagenswerten Bedingungen arbeiten mussten, kam es vom 3. bis 6. Juni 1844 zu einem Weberaufstand, der gegen den Textilfabrikanten Zwanziger gerichtet war und sich auch nach Langenbielau ausbreitete. Der Aufstand wurde vom preußischen Militär nach heftigem Widerstand niedergeschlagen - es wurden elf Menschen erschossen, weitere 24 schwer verletzt. Der Weberaufstand wurde in Gerhart Hauptmanns Drama Die Weber festgehalten und Heinrich Heine nahm den Aufstand zum Anlass, 1845 das Gedicht "Die schlesischen Weber" zu schreiben

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