Kienitz, Brandenburg

Kienitz ist ein Ort an der Oder im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg. Kienitz, das aus einem Fischerdorf entstand, wurde erstmals 1234 als „Terra Chinz“ urkundlich genannt. Seit der Trockenlegung des Oderbruchs auf Verfügung des Preußenkönigs Friedrichs des Großen ist die Haupteinnahmequelle der Bewohner die Landwirtschaft. In den frühen Morgenstunden des 31. Januar 1945 überschritten Vorausabteilungen der sowjetischen 5. Stoßarmee und der 2. Garde-Panzerarmee die Oder und bildeten einen Brückenkopf, den sie weiter ausbauten. Kienitz war damit der erste Ort auf dem Gebiet der späteren DDR, der von sowjetischen Truppen eingenommen wurde. 1970 wurde anlässlich dieses Ereignisses im Ort eine Gedenkstätte mit einem Panzer vom Typ T-34 errichtet. 1987 wurde am Oderufer die Kienitzer Stele aufgestellt, die an der ehem. Fährstraße an den damaligen sowjetischen Brückenkopf erinnern soll. Das Kirchengebäude und das benachbarte Pfarrhaus wurden damls durch Beschusses der deutsche Artillerie zerstört - ab 1949 wurde die Kirche wiederaufgebaut; neben dem Kirchsaal und Gemeinderaum entstand 2012 ein kleines Café im nicht überdachten Kirchenschiff. Diese Kirchencafé Himmel & Erde ist als Radwegekirche ein beliebter Stopp für Radtouristen auf dem Oder-Neiße Radwanderweg. Kienitz hat ca. 580 Einwohner*innen.

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