Gartenstadt Marga / Brieske, Senftenberg

Für die Arbeiter der Grube Marga wurde zwischen 1907 und 1915 in Brieske / Brandenburg eine Werkssiedlung mit Gartenstadtcharakter angelegt, die Gartenstadt Marga. Erbaut wurde die Gartenstadt zwischen 1907 und 1915 als Arbeiterkolonie der Ilse Bergbau AG, deren Direktor Gottlob Schumann u. a. durch die Schaffung von Werkssiedlungen seine Stammbelegschaft stärker an das Unternehmen binden wollte. 2001 wurde Brieske nach Senftenberg eingemeindet. Ihr Name geht auf die 1906 in Brieske erschlossene Grube Marga zurück, die wiederum nach Schumanns bereits im Kindesalter verstorbener Tochter benannt war. Die Gartenstadt Marga ist in ihrer aufwändigen und qualitätvollen architektonischen Gestaltung insbesondere von der Dresdner Reformarchitektur und von Elementen des späten Jugendstils geprägt. Der Architekt der Siedlung war Georg Heinsius von Mayenburg, errichtet wurden 78 Häuser mit ca. 15 verschiedenen Haustypen, in denen Beamte und Arbeiter der Ilse Bergbau AG wohnten. Ausserhalb des Ortes eintanden ein Badehaus und Maschinenhaus der Brikettfabrik. In Brieske leben ca. 2500 Menschen.

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