Fürstenberg (Oder), Brandenburg

Fürstenberg (Oder) - niedersorbisch Pśibrjog - ist jetzt ein Stadtteil von Eisenhüttenstadt in Brandenburg. Die im 13. Jahrhundert gegründete Ortschaft war bis 1961 eine eigenständige Kleinstadt und wurde am 13. November 1961 in die 1953 neu gegründete Stadt Stalinstadt eingemeindet. Die vereinigte Stadt erhielt den Namen Eisenhüttenstadt. 1286 wurde Fürstenberg erstmalig urkundlich erwähnt. Im frühen 15. Jahrhundert wurde die heutige Nikolaikirche errichtet. Im Jahr 1891 wurde der Oder-Spree-Kanal eröffnet. Der Höhenunterschied zur Oder wurde mit einer dreistufigen Schleusentreppe überwunden. Die Schifffahrt war im weiteren für die Stadtentwicklung bestimmend. Es gab eine Reihe von Häfen und Geschäften und Gasthäuser, um die Schiffer zu versorgen. Von Fürstenberg aus wurden die von Schlesien antriebslos auf der Oder treibenden, vor allem mit Steinkohle beladenen Zillen von einem Schleppdampfer übernommen und über den Kanal nach Berlin geschleppt.
Um 1939 wurde mit der Errichtung einiger Rüstungsbetriebe, unter anderem einer kriegsbedingt aus Berlin ausgelagerten Waffenfabrik des Rheinmetall-Borsig-Konzerns, ein Zweigwerk von Focke-Wulf[5] und einer Degussa-Chemiefabrik begonnen. Nördlich der Stadt entstand ein Großkraftwerk. Die nötigen Arbeitskräfte kamen aus dem Kriegsgefangenenlager Stalag III B. Zwischen 1940 und 1943 wurde am Oder-Spree-Kanal ein neuer Binnenhafen als „Umschlaghafen des Generalbauinspektors“ errichtet, der heutige Hafen Eisenhüttenstadt. Am Hafen wurden großformatige Granitblöcke für die geplante Welthauptstadt Germania eingelagert, die nach dem Krieg für das zentrale sowjetische Ehrenmal in Berlin und den Aufbau von Stalinstadt verwendet wurden.[6] Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Industrieanlagen im Rahmen von Reparationsleistungen demontiert. Das Kraftwerk Vogelsang in Fürstenberg ist ein gegen Ende des Zweiten Weltkriegs errichtetes Einheitskraftwerk. Es ist nie regulär in Betrieb gegangen und wurde nach dem Krieg als Reparationsleistung demontiert. Der Fürstenberger Wasserturm wurde 1930 errichtet, hatte ein Fassungsvermögen von 350 Kubikmeter und versorgte die umliegenden Gebäude mit Trinkwasser. Das Rathaus wurde 1900 errichtet - Auf der Rückseite befindet sich die ehemalige Feuerwache. Fürstenberg hat ca. 5000 EinwohnerInnen.

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