Falun, Schweden

Falun ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Dalarnas län und der historischen Provinz (landskap) Dalarna. © www.christoph-bellin.de Falun ist berühmt für seine Bergwerke, die zusammen mit den Arbeitervierteln und der Industrielandschaft Kopparbergslagen zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen. Die Stadt entwickelte sich im Zuge des Kupferbergbaus, der ab dem 11. Jahrhundert am Tiskasjöberg nachgewiesen ist. Der Bergbau wurde anfänglich von Bauern betrieben. Im 14. Jahrhundert wurden am Unterlauf des Flusses Faluån regelmäßig Märkte abgehalten. Mit der zunehmenden Bedeutung des Bergwerkes wuchs die Siedlung und 1641 erhielt Falun die Stadtrechte. 1992 wurde die Kupferförderung endgültig eingestellt.
Das Zuchthaus in Falun wurde 1850 errichtet, Erwähnung findet es in dem zwischen 1975 und 1981 entstandenen Romans von Peter Weiss "Ästhetik des Widerstands" S.725 : "Der Chef der Kontrollabteilung des Polizeibüros Paulsson, Spezialist für verschäfte Verhöre, in naher Beziehung stehend zur deutschen Geheimpolizei, drang auf sie ein (Warnke / Verner) ein Geständnis abzulegen. Zwei kleine Folterkammern im schwedischen Staatsgebäude. Zwei politische Häftline, zwischen Hunderten anderer, die, nach Wochen ergenisloser Befragung, ins Lager von Långmora, ins Zuchthaus von Falun, ins Kalmarer Strafgefängnis überführt werden würden. Ein neutraler, demokratischer Staat." (u.a. war Herbert Wehner im Gefängnis von Falun eingesperrt).
Um 2000 wurde das Gefängnis stillgelegt und danach als Jugendherberge mit Museum genutzt - z. Zt. soll das Gebäude leerstehen.
In der Stadt Falun leben auf einer Fläche von 25,2 km² ca. 37 000 Menschen.

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