Brieske, Brandenburg

Brieske, niedersorbisch Brjazki - obersorbisch Brězk ist ein Ortsteil der brandenburgischen Kreisstadt Senftenberg im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Brieske wurde 1448 als Brehisk erstmals erwähnt. Der Name geht zurück auf das sorbische Wort für „Birke“. Bis zur Regulierung der Schwarzen Elster 1850 waren die Bodenerträge sehr gering. Ab 1906 mit der Industrialisierung und der Erschließung des Tagebaus Grube Marga durch die Ilse Bergbau AG änderte sich die wirtschaftliche Situation. Für die Arbeiter der Grube wurde zwischen 1907 und 1915 eine Werkssiedlung mit Gartenstadtcharakter angelegt, die Gartenstadt Marga. Erbaut wurde die Gartenstadt zwischen 1907 und 1915 als Arbeiterkolonie der Ilse Bergbau AG, deren Direktor Gottlob Schumann u. a. durch die Schaffung von Werkssiedlungen seine Stammbelegschaft stärker an das Unternehmen binden wollte. 2001 wurde Brieske nach Senftenberg eingemeindet. Ihr Name geht auf die 1906 in Brieske erschlossene Grube Marga zurück, die wiederum nach Schumanns bereits im Kindesalter verstorbener Tochter benannt war. Die Gartenstadt Marga ist in ihrer aufwändigen und qualitätvollen architektonischen Gestaltung insbesondere von der Dresdner Reformarchitektur und von Elementen des späten Jugendstils geprägt. Der Architekt der Siedlung war Georg Heinsius von Mayenburg, errichtet wurden 78 Häuser mit ca. 15 verschiedenen Haustypen, in denen Beamte und Arbeiter der Ilse Bergbau AG wohnten. Außerhalb des Ortes enstanden ein Badehaus und Maschinenhaus der Brikettfabrik. In Brieske leben ca. 2500 Menschen.

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